Verfasst von: Janine | 14 Februar, 2008

Das ABC der Versicherungen

Das erste Gehalt ist auf jeden Fall ein Grund zur Freude – wie viel größer ist doch die Summe als noch das wenige Taschengeld zu Schulzeiten. Der Wermutstropfen: Sobald das Geld nicht mehr aus der Eltern Portemonnaie kommt, sondern von einem regulären Arbeitgeber, dann werden ganz schnell nicht nur Steuern fällig, sondern auch einige Versicherungen absolut notwendig. Und schon schrumpft das, was netto am Ende übrig bleibt, ein wenig zusammen. Doch wem bekannt ist, welche Leistungen er dafür erhält, der ärgert sich gleich viel weniger.

Beim ersten Lohn sind auf jeden Fall die sogenannten gesetzlichen Versicherungen fällig: Sozialversicherung, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Die gute Nachricht: Der Arbeitnehmer muss die Versicherung nur zur Hälfte zahlen, die anderen 50 Prozent übernimmt der Arbeitgeber. Bei einem Lohn von weniger als 325 Euro zahlt der Arbeitgeber gar den kompletten Betrag. Wer wenig verdient, kann übrigens noch bis zum 25. Lebensjahr in der Familienkrankenversicherung verbleiben und zahlt so deutlich weniger.

Trotz des Namens keine Pflichtversicherung ist die sogenannte Haftpflichtversicherung. Dennoch – sie ist eigentlich ein absolutes Muss, greift sie doch, wenn der Versicherte einen Schaden verursacht und für diesen haftbar gemacht wird. In diesem Fall begleicht die Versicherung die Schadenssumme. Näheres dazu hier.

Ebenfalls freiwillig, aber absolut sinnvoll ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Im Falle einer mindestens 50-prozentigen Berufsunfähigkeit wird dann an den Versicherten monatlich eine vorher vereinbarte Summe ausgeschüttet. Diese Versicherung ist übrigens sehr erschwinglich: Bei einem geringen Nettolohn von 500 Euro ist ein monatlicher Beitrag von gerade mal ca. 20 Euro zu entrichten. Gleiches gilt übrigens auch für die Altersvorsorge. Ob Riester-Rente oder altmodisches Sparen: je früher desto besser, lautet die Devise. Mit relativ kleinen Beträgen kann man hier schon viel rausholen. Beginnt man mit Anfang 20, monatlich 50 Euro einzuzahlen, so erhält man bei 4 Prozent Zinsen mit 65 Jahren die beeindruckende Summe von 74.000 Euro ausgezahlt.

Wichtig ist schließlich noch für den Fall eines Auslandsstudiums oder –praktikums (oder auch nur für einen längeren Urlaub) der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Da gesetzliche Krankenkassen im Ausland zumeist nur einen Bruchteil der Behandlungskosten übernehmen, lohnt sich eine Auslandskrankenversicherung auf jeden Fall, denn sie ist in der Regel ausgesprochen günstig. Wer privat versichert ist, braucht sie hingegen nicht – private Krankenkassen sind normalerweise recht großzügig, wenn es um medizinische Leistungen im Ausland geht, und kommen bisweilen gar für den Rücktransport nach Deutschland im Falle einer ernsten Verletzung oder Krankheit auf.

Natürlich bleibt so am Ende des Monats von dem anfangs ja noch eher spärlichen Gehalt etwas weniger übrig – dennoch: im Fall der Fälle zahlen sich die Versicherungen in barer Münze aus. Zudem es sich mit dem entsprechenden Versicherungsschutz im Rücken auch einfach ein bisschen unbeschwerter lebt.


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien